Der Abstecher auf die Bühne.

Mein Abstecher zur Bühne ist eine kleine Kuriosität mit zwei wundervollen Begegnungen. Im Sommer 2016 haben mein Bruder und ich nach unserem Ausflug in die Schultheaterwelt und dem Besuch eines Musicalworkshops beschlossen, ebenselbiges eine Nummer größer zu wagen. Dazu hat David eine Email an die Stadtverwaltung geschrieben, in der er um Hilfe bat bei der Umsetzung eines Musicalworkshops.

Wir hatten schon beinahe die Hoffnung aufgegeben, da ertönte einige Wochen später ein Nachrichtensignal in seiner Postbox: Das Jugendamt hatte geschrieben. Nach einem kurzen Treffen mit einer Mitarbeiterin des Jugendamtes (eine Seele von Mensch!), haben wir beschlossen: Wir ziehen das mit dem Workshop durch! Es dauerte nicht lange, da hatten wir auch schon das nötige Geld durch eine Fördermaßnahme zusammen, die nötige Location in der Stadt Bergisch Gladbach gefunden. Die Planungen konnten beginnen. Wir schrieben ein Stück, komponierten die Lieder selbst. Letzteres war eher eine Sparmaßnahme, denn ein Ausflug in die Welt der professionellen Komponisten – du kannst dir ja gar nicht vorstellen, wie sündhaft teuer GEMA-Gebühren sind. Und wenn du darüber hinaus noch Noten für jeden Teilnehmenden kaufen musst – quasi unbezahlbar für Anfänger wie uns. Mit einem Budget von etwa 3000,00€ machten wir uns also an die Teilnehmerakquise. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich gut in so etwas bin. Wir haben ein bisschen in der Nachbarschaft rumgefragt und Werbung an Schulen gemacht.

Kurz vor den Sommerferien stand aber dann tatsächlich eine kleine Gruppe von 14 Teilnehmenden fest, die bereit waren, sich unserem Experiment hinzugeben. So begann meine erste erfolgreiche Kundenakquise. Mit zwei begeisterten Freundinnen, die in der Woche Schauspiel und Gesang unterrichten sollten und einem Keyboard als Rüstzeug fingen wir an. David und ich waren für die Organisation, Abrechnung und für das Fach Tanz zuständig. Außerdem habe ich noch dafür gesorgt, dass die komponierten Songs auf dem Klavier hörbar wurden. Mit meinen Kenntnissen in der Veranstaltungstechnik habe ich das Stück technisch in Szene gesetzt, was bedeutet, dass ich sowohl Licht gesetzt, als auch alle möglichen Tonquellen entsprechend verdrahtet habe – eine entspannte Nebentätigkeit während der ganzen Woche, zumal ich gleichzeitig noch mitten in meiner Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik war.

Mit unserem wenigen Wissen in Tanz, Gesang und Schauspiel haben wir den Kindern in der Woche, meine Erachtens zumindest, echt viel beibringen können und sind auch selbst persönlich gewachsen. Eine Sache habe ich daraus gelernt: Es ist nicht wichtig, wie tiefgreifend man etwas kann oder etwas versteht. Die Kompetenz, Expertise und Vertiefung kommt insbesondere dann, wenn man Gelerntes anderen vermittelt.

Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.

ALBERT EINSTEIN

Alles in allem hatten wir eine geile Zusammenarbeit und eine schöne Musicalwoche. Nach der Abschlussaufführung stand fest: Wir machen das ganze nochmal, aller Anfangsschwierigkeiten und Organisationshürden zum Trotz (Danke Mama für deine Hilfe!).

Diese Zeit war der Anfang einer tollen Bekanntschaft. Die Kollegin vom Jugendamt hat uns die Kulturbeauftragte der Stadt vorgestellt. Du kannst mir glauben – sie ist eine absolute Seele von Mensch und nicht mit Gold aufzuwiegen. Ein Jahr später befanden wir uns im Rahmenprogramm des Kulturrucksacks NRW und haben den Workshop – mit wechselnden Gesangsdozent*innen – insgesamt noch 4 weitere Male wiederholt. Es gab einen Umzug in eine andere Location, hier und da ein paar Konzeptionswechsel und hin und wieder auch etwas lautstarke Diskussionen. Ihr könnt mir aber glauben, ich habe es total gerne gemacht und würde es vielleicht ab nächstem Jahr sogar wiederholen. Im Jahr 2019 ist der Workshop sogar nach Olpe in einer Jugendeinrichtung expandiert – dazu an späterer Stelle mehr.

So hat mein Abstecher auf die Bühne begonnen. Er fand im Jahr 2019 seinen kurzzeitigen Höhepunkt im Oktober mit meinem eigenen Theaterstück, was wir an ebenjener Location aufgeführt haben, die der Austragungsort für den allerersten Musicalworkshop war. Ich glaube, hier werden wir noch viele Dinge spielen und aufführen.

~TOBIAS

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Autor: My Road to Movies

Hey, ich bin Tobi. Seit ich ungefähr 14 bin, möchte ich meine eigenen Fernsehserien und Filmproduktionen verwirklichen und habe zu diesem Zweck 2017 mit meinem Bruder einen langjährigen Traum verwirklicht und meine eigene Produktionsfirma gegründet. Ich nehme Dich hier mit auf meinem Weg vom arbeitssuchenden Drehbuchautor bis hin zu meinem Traum: Dem Serienchef bzw. Executive Producer. Begleite mich doch gerne auf meinem Weg. Ich weiß nicht, ob ich mein Ziel erreichen werde oder wo mein Weg hinführt. Nebenbei möchte ich Dir meine Tipps & Tricks mit ans Herz legen, wie Du ein eigenes Filmprojekt startest, wie Du ein Drehbuch schreibst und wie dieser ganze Zirkus hinter der Kamera funktioniert. Ich freue mich, wenn Du mich auf meinem Karriereweg begleitest. Ich weiß zwar selbst noch nicht so wirklich, wohin mich das führt, aber glaub mir: Ich arbeite dran :)

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