Studenten-Netzwerk.

Die Reise zum ersten Kurzfilm hat erst 2019 so richtig angefangen. Im Sommer 2019 hatte ich durch eine mehr oder weniger zufällige Begegnung die Möglichkeit, mich mit Filmstudenten zu vernetzen und mein Filmnetzwerk auszubauen.

Eine traumhafte Möglichkeit, sag ich Dir! Ich habe mich mit einem Jungregisseur zusammengesetzt, der mehr oder weniger genau die Richtung in seiner Karriere eingeschlagen hatte, die ich ebenfalls beschreiten will. In einem mehr oder weniger billigen Backhaus trafen wir uns das erste Mal zum reden und schnell stand fest: Wir machen was zusammen. Drei Monate später habe ich das erste Mal in meinem Leben an einem richtigen Filmset gearbeitet und mich für das Lighting Department mit verantwortlich gezeichnet. Mein Bruder und ich haben diesen ersten Kurzfilm mitproduziert und seitdem bis zum Ende begleitet.

Seitdem hat sich viel getan: Durch den Kontakt zu einer Vielzahl von filmschaffenden Studenten ist mein Netzwerk rapide gewachsen. Die Kontakte haben sich – und das aus reinem Zufall! Er kommt eben, wann immer man ihn braucht – als goldwert erwiesen. Gemeinsam haben wir das ein oder andere Projekt vorangetrieben und uns gegenseitig unterstützt, sei es bei der Locationfindung oder der Zusammenstellung des Casts. Ich habe die Arbeit bisher als sehr angenehm empfunden, auch, da wir im ständigen kreativen Austausch sind – etwas, was mir wirklich weiterhilft und mich motiviert, meine eigenen Projekte voranzutreiben.

Es kommt eben immer so, wie es sein soll.

~TOBIAS

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Kurzarbeit!

Auch wenn sie im Grunde etwas schlechtes ist, habe ich die Corona-Krise immer mehr als Chance, denn als Fluch wahrgenommen, denn eines hat sie uns allen gleichermaßen geschenkt: Zeit. Zeit, über uns selbst nachzudenken und vielleicht hier und da ein paar Stellschrauben im Leben neu zu justieren. Und ich würde sagen, dass ich genau das getan habe. Von April bis Mai hatte ich die großartige Gelegenheit, ein paar meiner eigenen Projekte neben meinem Hauptjob als Assistent der Redaktionsleitung anzufassen – und was soll ich sagen?

Es ist wirklich viel passiert. Ich habe schon vor einigen Jahren eine spirituelle, aber dennoch (wie ich finde) großartige Idee für eine längere Geschichte in meinem Kopf erträumt und damit angefangen, sie in diesen zwei Monaten, niederzuschreiben. Mein erklärtes Ziel ist, den ersten Rohentwurf bis Ende September fertigzustellen und mich dann an die erste Überarbeitung zu begeben.

Eine weitere Chance für mich innerhalb dieser Zeit war die Möglichkeit, dass ich noch mehr über Storytelling und dramaturgischen Aufbau von Geschichten lernen konnte – denn immerhin hatte ich Zeit ohne Ende. Darüber hinaus erwuchsen mit jedem Tag neue Ideen für Konzepte in meinem Kopf, die ich auch ausreichend ausformulieren und niederschreiben konnte. Es ist wirklich erstaunlich, was alles passiert, wenn man plötzlich die Zeit für sich findet, ebensolche Dinge anzupacken. Aus einer unzähligen Anzahl von zerrissenem Schmierpapier und hohem Kugelschreiberverbrauch habe ich meine erste Story niedergeschrieben und an einer Magnettafel vorsortiert. Noch so etwas, was ich dazugelernt habe. Noch Ende letzten Jahres hatte ich nicht mehr als ein müdes Lächeln für die Leute übrig, die ihre Geschichten mit Karteikarten sortieren und strukturieren, bis ich selbst die Erfahrung gemacht habe, wozu so etwas doch auch mal gut sein kann.

Verrückt, oder?

Müsste ich eine kreative Kurzbilanz der Kurzarbeitszeit ziehen, fiele sie definitv positiv aus und ich habe so im Gefühl, dass mich diese Zeit einen ganzen Schritt näher gebracht hat zum Serienchef meiner eigenen Fernsehserie. Ich bin gespannt, wo es mich hintreibt.

~TOBIAS

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Vom Theater zum Film.

Wir beide haben schon lange darüber gesprochen, dass mein Weg zum Fernsehen einen kleinen Umweg über die Bühne gemacht hat. Bis heute habe ich Dir aber verschwiegen, woran genau das lag und wie sich diese Situation überhaupt erst ergeben hat.

Ich meine – wer geht überhaupt ins Theater, wenn er Film- & Fernsehen sowieso interessanter findet? Eine berechtigte Frage, das stimmt. Also lass mich wieder ganz von vorne anfangen.

Mein Bruder und ich haben irgendwann angefangen, uns für die Unterhaltungsbranche zu interessieren. Als es also darum ging, unser Abitur zu finanzieren, haben wir das einzige gemacht, was vielleicht sogar jedem von uns einfallen würde: Ein (mehr schlechtes als rechtes) Schul-Theaterstück auf die Beine stellen und damit Gelder generieren. Ich glaube, wir haben immer schon wirtschaftlich gedacht. Gesagt, getan: Fast ein Monat später gab es interessierte Leute aus unserer Stufe, die sich durchaus vorstellen konnten, mitzumachen. Noch einmal vier Wochen später gab es ein konzipiertes Theaterstück und 750,00€ Produktionsbudget, was wir über verschiedene lokale Unternehmen erbeten konnten.

Das Thema des Stücks umkreiste wie eine Filmspule den Videorekorder das Thema Filmgeschichte. Schon verrückt, oder? Auf der Bühne etwas über den Film zu erzählen…

Wir haben ein Jahr für die Aufführung geprobt. Jeden Sonntag haben wir uns getroffen, Texte gelernt, realisiert, choreografiert, getanzt, gesungen, gespielt und gelacht, bis das Stück aufführbereit war. In dieser Zeit ist meine Faszination für das Theater gestiegen und hat sich in mir manifestiert. In diesem Jahr habe ich das erste Mal darüber nachgedacht, mein Leben lang auf der Bühne zu arbeiten. Daher war die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik – obwohl sie tatsächlich ja nur eine Notlösung war – dann doch keine schlechte Idee, und wie bereits erwähnt, profitiere ich ja noch immer von meinem in den drei Jahren angesammelten Wissen.

Wissen hat ja bekanntlich noch niemandem geschadet.

Ist doch so, oder?

In dieser Zeit ist der Wunsch, etwas mit Kamera und Regie zu machen in mir geschrumpft, was aber auch nicht zuletzt an dem Alltags-Trott der Arbeit und dem Lernen für die Berufsschule lag. Ich glaube generell, dass ein sogenanntes geregeltes Arbeitsleben Kreativität und ambitionierte Träume hinterrücks töten kann. In dieser drei Jahren ist mein Schreibvolumen pro Jahr auch praktisch auf Null gesunken. Erst mit der Arbeit beim Fernsehen ist es wiedererwacht, wofür ich sehr dankbar bin.

Nach meiner Ausbildung habe ich dann schließlich wieder angefangen, mich für den Film zu interessieren, was nicht zuletzt daran lag, dass ich durch Zufall an zwei Kurzfilm-Sets arbeiten durfte und mein Bruder mit ständig von seiner Arbeit beim Fernsehen erzählt hat – ein Traum! Wie ich dachte.

Keine drei Monate später habe ich also meine Koffer gepackt und bin in eine andere Branche eingezogen. Bis heute macht mir die Arbeit beim Fernsehen sehr viel Spaß, auch wenn es Tage gibt, an denen ich mir manchmal wirklich wünsche, woanders zu sein.

Aber diese Tagen kommen nicht heute. Und auch nicht morgen.

~TOBIAS

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Der Neuling.

Es gehört viel Mut dazu, als Quereinsteiger die Branche zu wechseln und in einem Bereich anzufangen, von dem man wirklich überhaupt keine Ahnung hat.

So ungefähr kannst Du es dir vorstellen, als ich bei der Fernsehproduktionsfirma in Köln angefangen habe. Ich komme ja ursprünglich aus der Event-Branche (von hinter der Bühne) und habe beim Vorstellungsgespräch ganz naiv erzählt, dass es mir mit der Festanstellung ernst ist und ich die Büroarbeit hinbekomme.

Tatsächlich war es für mich mehr Umgewöhnung, als ich von vorneherein vermutet hatte. Die Abläufe beim Fernsehen waren ganz anders, als ich sie aus der Eventbranche kannte. Der Zeitdruck ist hoch. Der Leistungsdruck ebenfalls. Und hin und wieder gibt es Personen, mit denen ist alles andere als gut Kirschen essen. Aber – sind wir mal ehrlich – die gibt es doch überall, oder?

Manchmal kommt man in einen Raum, sieht eine Person und weiß einfach: „Mit uns beiden wird es wirklich schwierig.“

DAS IST MEIN EINDRUCK

Mein Start in der Redaktion und generell in der Produktionsfirma hätte aber schöner nicht sein können. Jeder hat mich Willkommen geheißen und ich habe bis heute tolle Kollegen. In der Fernsehwelt habe ich das erste Mal den Beruf des „Executive Producers“ kennengelernt, denn ich bin bis heute direkt einer unterstellt. Bei Reportagen, Magazinbeiträgen und Scripted TV sind es ebendiese, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen, die Recherche vorantreiben und dafür verantwortlich sind, dass das gedrehte Material in eine spannende Geschichte verpackt wird.

Ein hochverantwortungsvoller Job – so sieht es zumindest in der Zeit aus, in der ich meiner Chefin versuche zu assistieren, was zugegebermaßen an manchen Tagen ein Kraftakt ist. Eine Sache habe ich beim Fernsehen nämlich noch gelernt: Man braucht ein dickes Fell und eine Meinung.

Die zweite Jahreshälfte wird anstrengend werden, da die Dreharbeiten für ein eng getaktetes, neues Format angelaufen sind. Ich bin gespannt, ob ich diesen Aufgaben tatsächlich gewachsen bin und werden davon berichten.

~TOBIAS

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