Vom Theater zum Film.

Wir beide haben schon lange darüber gesprochen, dass mein Weg zum Fernsehen einen kleinen Umweg über die Bühne gemacht hat. Bis heute habe ich Dir aber verschwiegen, woran genau das lag und wie sich diese Situation überhaupt erst ergeben hat.

Ich meine – wer geht überhaupt ins Theater, wenn er Film- & Fernsehen sowieso interessanter findet? Eine berechtigte Frage, das stimmt. Also lass mich wieder ganz von vorne anfangen.

Mein Bruder und ich haben irgendwann angefangen, uns für die Unterhaltungsbranche zu interessieren. Als es also darum ging, unser Abitur zu finanzieren, haben wir das einzige gemacht, was vielleicht sogar jedem von uns einfallen würde: Ein (mehr schlechtes als rechtes) Schul-Theaterstück auf die Beine stellen und damit Gelder generieren. Ich glaube, wir haben immer schon wirtschaftlich gedacht. Gesagt, getan: Fast ein Monat später gab es interessierte Leute aus unserer Stufe, die sich durchaus vorstellen konnten, mitzumachen. Noch einmal vier Wochen später gab es ein konzipiertes Theaterstück und 750,00€ Produktionsbudget, was wir über verschiedene lokale Unternehmen erbeten konnten.

Das Thema des Stücks umkreiste wie eine Filmspule den Videorekorder das Thema Filmgeschichte. Schon verrückt, oder? Auf der Bühne etwas über den Film zu erzählen…

Wir haben ein Jahr für die Aufführung geprobt. Jeden Sonntag haben wir uns getroffen, Texte gelernt, realisiert, choreografiert, getanzt, gesungen, gespielt und gelacht, bis das Stück aufführbereit war. In dieser Zeit ist meine Faszination für das Theater gestiegen und hat sich in mir manifestiert. In diesem Jahr habe ich das erste Mal darüber nachgedacht, mein Leben lang auf der Bühne zu arbeiten. Daher war die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik – obwohl sie tatsächlich ja nur eine Notlösung war – dann doch keine schlechte Idee, und wie bereits erwähnt, profitiere ich ja noch immer von meinem in den drei Jahren angesammelten Wissen.

Wissen hat ja bekanntlich noch niemandem geschadet.

Ist doch so, oder?

In dieser Zeit ist der Wunsch, etwas mit Kamera und Regie zu machen in mir geschrumpft, was aber auch nicht zuletzt an dem Alltags-Trott der Arbeit und dem Lernen für die Berufsschule lag. Ich glaube generell, dass ein sogenanntes geregeltes Arbeitsleben Kreativität und ambitionierte Träume hinterrücks töten kann. In dieser drei Jahren ist mein Schreibvolumen pro Jahr auch praktisch auf Null gesunken. Erst mit der Arbeit beim Fernsehen ist es wiedererwacht, wofür ich sehr dankbar bin.

Nach meiner Ausbildung habe ich dann schließlich wieder angefangen, mich für den Film zu interessieren, was nicht zuletzt daran lag, dass ich durch Zufall an zwei Kurzfilm-Sets arbeiten durfte und mein Bruder mit ständig von seiner Arbeit beim Fernsehen erzählt hat – ein Traum! Wie ich dachte.

Keine drei Monate später habe ich also meine Koffer gepackt und bin in eine andere Branche eingezogen. Bis heute macht mir die Arbeit beim Fernsehen sehr viel Spaß, auch wenn es Tage gibt, an denen ich mir manchmal wirklich wünsche, woanders zu sein.

Aber diese Tagen kommen nicht heute. Und auch nicht morgen.

~TOBIAS

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Autor: My Road to Movies

Hey, ich bin Tobi. Seit ich ungefähr 14 bin, möchte ich meine eigenen Fernsehserien und Filmproduktionen verwirklichen und habe zu diesem Zweck 2017 mit meinem Bruder einen langjährigen Traum verwirklicht und meine eigene Produktionsfirma gegründet. Ich nehme Dich hier mit auf meinem Weg vom arbeitssuchenden Drehbuchautor bis hin zu meinem Traum: Dem Serienchef bzw. Executive Producer. Begleite mich doch gerne auf meinem Weg. Ich weiß nicht, ob ich mein Ziel erreichen werde oder wo mein Weg hinführt. Nebenbei möchte ich Dir meine Tipps & Tricks mit ans Herz legen, wie Du ein eigenes Filmprojekt startest, wie Du ein Drehbuch schreibst und wie dieser ganze Zirkus hinter der Kamera funktioniert. Ich freue mich, wenn Du mich auf meinem Karriereweg begleitest. Ich weiß zwar selbst noch nicht so wirklich, wohin mich das führt, aber glaub mir: Ich arbeite dran :)

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