Kontakte. Von Studenten* und Schauspielern*.

Ich habe Dir ja schon davon erzählt, dass ich letztes Jahr das große Glück hatte, zwei Studenten* kennezulernen, die sich an einer Universität dem täglichen Kampf von Drehbuchschreiberei, Kamera und Schnittprogramm fröhnen und sich die tollsten Projekte aus den Ärmeln schütteln.

Eins muss man den beiden schon lassen – ich kann mich, auch wenn wir nur sporadisch Kontakt haben – zu 100% auf sie verlassen und das finde ich so großartig daran!

Solche Kontakte sind goldwert. Ein Anruf, eine Idee austauschen, beide Seiten sind sofort Feuer und Flamme und unterstützen sich dabei, das Projekt umzusetzen.

EIN NEUES ZITAT

Erst vor Kurzem hatte die ich Gelegenheit, mit einer Studentin einen Kurzfilm zu drehen und sie hat so wundervolle Maskenbildner-Arbeit geleistet, dass mir die Leiche so real vorkam, als wäre sie tatsächlich in meiner Wohnung gestorben. Irgendwie auch gruselig, oder?

Ebenfalls gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit der wundervollen Marleen. (Checkt sie gerne mal hier aus!) Wir haben uns wiedergesehen und gemeinsam gefrühstückt und plötzlich stand fest: Wir machen was zusammen. Einen Kurzfilm. Einen wirklich witzigen Kurzfilm. Noch ist das Thema nicht in Stein gemeißelt, aber ich freue mich schon jetzt auf die kommenden Dreharbeiten mit dieser unglaublich talentierten Schauspielerin! Ich sitze gerade an einem Drehbuch für sie und freue mich auf alles Weitere, was noch kommt.

Du wirst es schon sehen – ich werde davon berichten.

~TOBIAS

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Wie man ein Hörspiel macht.

Als wir 2019 unser Theaterstück „Die Tür klemmt!“ gestartet haben, wusste ich noch gar nicht, dass mich der Weg auf eine weitere Reise in ein neues Medium führen sollte und noch besser: Dass ich im Sommer 2019 Dialogregie bei der Hörspielfassung desselben Theaterstücks führen durfte.

Verrückt, oder? Aber lass mich von vorne anfangen: Nachdem das Theaterstück fertig geschrieben und wir mit den Proben angefangen haben, hatte ich eines Abends die glorreiche Idee, das Stück als Hörspiel aufzunehmen. Und genau das habe ich getan. Wir hatten uns mit allen Darstellern, die auch im Theaterstück auftauchen sollten flugs auf einen Aufnahmetermin geeinigt und rasch ein Tonstudio klar gemacht. Doch nur drei Tage vor Beginn der Aufzeichnung überraschte mich ein blaues Wunder.

Die Schauspielerin, die die Rolle der Molly übernehmen sollte, war über den Recording-Zeitraum plötzlich nach Zürich verreist, ein terminliches Desaster. Glücklicherweise kannte ich von einem Kurzfilmdreh, der nur zwei Wochen vorher stattgefunden hatte, einen wirklich sehr sympatischen Schauspieler (checkt ihn mal aus), der mir eine Sprecherin vermittelte. Zwei Anrufe später war sie mit an Bord (checkt auch sie mal hier aus) und ich ein glücklicher Dialogregisseur.

Die Aufnahmen konnten als starten an einem regnerischen Samstag im Herzen von Bergisch Gladbach. Wir haben viel recorded, neu angefangen, Takes aufgenommen und einen wirklich tollen Tag gehabt, der in ermüdender Postproduktion endete.

Ich habe das Hörspiel selbst gemastert, aufgenommen und ans Presswerk geschickt. Umso größer war meine Freude, als ich die CDs endlich in der Hand halten konnte und noch besser: Das Hörspiel sogar auf Spotify verfügbar war!

Entgegen meiner Erwartungen haben an den Aufführungstagen selbst nur sehr wenige Leute das Hörspiel gekauft, allerdings habe ich mir mit ebendiesem einen langjährigen Traum erfüllt. Ich möchte ihn heute mit euch teilen.

~TOBIAS

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Wenn alles schiefgeht, geht alles schief.

Anfang 2019 haben wir uns in eine andere Stadt gewagt, um dort mit jemand Fremden gemeinsam einen Kurzfilm an den Start zu bringen. Die Idee: Als Erste Aufnahmeleitung und Organisator das Projekt mit unterstützen…

Und im Nachhinein kann ich sagen, dass wirklich alles schiefgegangen ist, was nur hätte schiefgehen können. Angefangen beim Catering am Set, bis hin zu den Automieten und dem völlig überworfenen Drehplänen. Wie Murphy es schon gesagt hat:

Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.

MURPHYS GESETZ

Am 03. Oktober 2019 sind wir nach Berlin geflogen und am selbigen Abend wieder zurückgereist, nur um an einer Drehbesprechung teilzunehmen. Rückwirkend eine wahnwitzige und wirklich dumme Idee. Wir haben den Kameramann, die Set-Aufnahmeleitung, den Regisseur und noch ein paar weitere Kollegen der Film-Crew kennengelernt und uns kurz über das Projekt unterhalten. Die Betonung liegt hierbei ausdrücklich auf: kurz. Denn wirklich viel herumgekommen ist dabei nichts.

Notiz und erstes Lernziel an dieser Stelle für mich: Habe immer ein paar Punkte und ToDos, mit denen Du aus einem Meeting herausgehst. Ansonsten kannst Du es dir nämlich wirklich sparen, mit Menschen Zeit zu vergeuden.

Mit der Zeit entwickelte sich der Dreh zur organisatorischen und menschlichen Vollkatastrophe. Ich erinnere mich an eine schlaflose Nacht, in welcher wir drei Stunden mit der Set-Aufnahmeleitung am Telefon gestritten haben, da sich an diesem Filmset Studenten, erfolglose Filmemacher, unerfahrene Filmproduzenten und Misepeter nur so tummelten. Letzlich hieß es für die Filmcrew in Berlin: Jeden Abend Krisensitzung. Für uns beide aus Köln hießt es als Konsequenz daraus, immer erreichbar zu sein und alle Fehler ad hoc zu beheben. Dabei kann ich natürlich nur von mir sprechen. Ich habe vieles schlichtweg vergessen zu organisieren, nicht reflektiert oder darüber nachgedacht, sondern immer nur den fertigen Kurzfilm im Blick gehabt – ein folgenschwerer Fehler, wie sich herausgestellt hat. Ebenfalls fiel die Kommunikation mit den Berliner Kollegen mehr schlecht als recht aus.

Notiz und zweites Lernziel an dieser Stelle für mich: Arbeite nie, aber auch wirklich nie mit Leuten zusammen, die du nicht gut kennst und denen du nicht (zumindest) zu 100% Vertrauen schenkst.

Und schließlich das dritte Lernziel: Teile Aufgaben und ToDos auf und mache Dir stets klar, wer welche Aufgabe und welchem Zeitraum zu übernehmen und erledigen hat.

Die zwei Drehwochen waren ein wahrer Kraftakt für mich, wie auch für meinen Bruder und das, obwohl wir gar nicht vor Ort waren. Nach dieser Zeit haben wir das Projekt schließlich verlassen. Was aus dem Kurzfilm geworden ist, kann ich bis heute nicht sagen. Aber was ich auf jedenfall weiß: Wenn er nicht gewesen wäre, wäre ich um viele Erfahrungen und Wissen ärmer gewesen.

~TOBIAS

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